Der Übersetzer. Im Jardin des Traducteurs
Mein Kopf ist vom Vorüberziehn der Seiten
so müd geworden, dass er nichts mehr sucht.
Mir ist, als müsse ich durch tausend Seiten schreiten,
und hinter tausend Seiten liegt das Buch.
Der weiche Gang geschmeidiger Gedanken,
die sich im allerkleinsten Kreise drehn,
ist wie ein Tanz; der Duden setzt ihm Schranken
und lässt mich hier und da im Regen stehn.
Nur manchmal schiebt der Vorhang all der Worte
sich lautlos auf. Dann geht die Formulierung ein,
macht aus den Sätzen eindrucksvolle Orte
und fängt im Herzen an zu sein.
(Rilke / Bogdan)
(Zum Original)

12. Oktober 2010 um 14:08 Uhr
The panther (panting)
Held the poet’s gaze,
His eyes (now slanting)
Suddenly ablaze.
„Ha!“ (in the poet’s tongue he started ranting.)
„Euch Dichtern flicht die Nachwelt keinen Kranz?
Ich lach mich tot! Das glaubt euch doch kein Schwanz.
12. Oktober 2010 um 19:17 Uhr
Wow. Danke!
6. November 2010 um 22:20 Uhr
Zufällig gerade darüber gestolpert ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=ngY1mU6ooGI
6. November 2010 um 22:56 Uhr
Oh, danke! Großartig.
Ich habe ja lange gedacht, der Herr wäre hohl, aber dann neulich schon mal gemerkt: ist er gar nicht. (Meine Vorurteile sehen nicht vor, dass Profifußballer in ganzen Sätzen sprechen.)
7. November 2010 um 00:34 Uhr
Ist kein Tor, trägt gut vor! ;-)
7. November 2010 um 22:25 Uhr
Das kam mir doch gleich bekannt vor.
Passt!